Jedes Auto wird von einem kleinen neuronalen Netz gesteuert: 48 Eingänge → 32 → 32 → 4 Ausgänge.
Links kommen die Sensorwerte rein, rechts kommen Gas, Lenkung und Lampe raus. Dazwischen: zwei Schichten mit je 32 „Neuronen“.
Was passiert da?
Jedes Neuron rechnet dasselbe: Es nimmt die Werte von links, multipliziert jeden mit einem Gewicht, zählt alles zusammen und
drückt das Ergebnis auf einen Wert zwischen −1 und +1. Blau heißt „stark positiv“, orange „stark negativ“, grau „ungefähr null“.
Insgesamt hat das Netz 2 788 Gewichte. Das ist alles, was das Auto „weiß“. Am Anfang sind es Zufallszahlen;
das Training dreht so lange an ihnen, bis das Auto vernünftig fährt.
Damit das Bild nicht zum Wollknäuel wird, zeigen wir pro Neuron nur seine stärksten Verbindungen. In Wahrheit ist jedes Neuron mit jedem der vorigen Schicht verbunden.
Alle Autos teilen dasselbe Gehirn. Sie unterscheiden sich nur darin, was sie gerade sehen. Tippe verschiedene Autos an –
gleiche Verbindungen, aber ganz andere Muster.
Niemand hat dem Netz Regeln einprogrammiert. Welche Neuronen „Achtung, Bordstein!“ oder „da kommt einer von links“ bedeuten, hat sich beim Training von selbst ergeben –
und lässt sich oft gar nicht so einfach in Worte fassen.