Um zu wissen, was „gut“ heißt, gibt es zwei handgeschriebene Vergleichsfahrer. Die dürfen schummeln: Sie haben feste Spuren und Regeln, die ich ihnen einprogrammiert habe.
Jede Zufahrt bekommt reihum Grün, immer nur eine. Leere Zufahrten werden übersprungen. Sicher, aber viel Warterei – die vorsichtige Untergrenze.
Jedes Auto meldet sich per Funk an und bekommt ein genaues Zeitfenster, in dem es durch die Kreuzung darf („Reservierung“). So würde man es mit perfekter Technik machen – die Obergrenze.
Die gestrichelte Linie ist die Nachfrage: so viele Autos kommen pro Minute an. Wer darauf liegt, schafft alle.
Die gelernten Autos sind noch nicht so gut wie Ampel oder Verkehrsrechner. Die beiden kommen ohne einen einzigen Unfall aus, während von den gelernten Autos bei dichtem Verkehr noch viele im Bordstein oder ineinander landen. Sie fahren meistens Vollgas und haben (noch) nicht gelernt zu bremsen oder jemanden vorzulassen.
Das ist der Stand eines Hobbyprojekts, kein Endergebnis. Das Spannende ist ja gerade, ob und wie sie ohne Regeln dahin kommen – und dann, ob sie dabei ihre eigene Lampensprache oder einen Rechtsverkehr erfinden.